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31.05.2016

Natur an der Vechte

Bis Metelen fließt die Vechte naturnah und in vielen kleinen Windungen durch das Steinfurter Land. Begleitet wird sie meist von einem schmalen Galeriewald mit Eschen und Erlen. Eine ausgeprägte Aue hat die Vechte hier nicht ausgebildet. Teilweise schließen sich etwas höher gelegen naturnahe Buchen- und Eichenwälder an. Die Uferbereiche sind durch Wurzeln, die in den Flusslauf wachsen, sehr strukturreich. So weist die Vechte  unterschiedliche Strömungsintensitäten auf, die eine artenreiche Gewässerfauna begünstigen. Der Grund ist überwiegend sandig, doch finden sich auch kiesige Sedimente.

Ab Metelen ist die Vechte begradigt. Beschattende Gehölze fehlen fast völlig. Sie dient hier lediglich als Vorfluter für die Entwässerung der landwirtschaftlichen Nutzflächen. An den Böschungen und im Uferbereich wächst ein artenarmes Rohrglanzgras-Röhricht. Wegen der starken Besonnung verkrautet der Fluss im Sommer und wird regelmäßig maschinell entkrautet.

Wer mehr über die Natur an der Vechte auf niederländischer seite erfahren möchte, findet beim Natuuractiviteitencentrum De Koppel und bei Natuur en Milieu Overijssel Informationen.


Groppen und Neunaugen

Der Vechteverlauf bis Metelen ist als FFH-Gebiet ausgewiesen. Grund ist das Vorkommen von Groppe und Neunauge, zwei Fischarten, für die nach der FFH-Richtlinie besondere Schutzmaßnahmen erforderlich sind. Besonders die Groppe lebt in der Vechte in großen Beständen. Wichtigstes Entwicklungsziel ist die Erhaltung einer stabilen Groppen-Population insbesondere durch die Erhaltung der Kieshabitate und naturnaher Fließgewässerabschnitte sowie einer insgesamt guten Gewässergüte.

Langfristig sollten darüberhinaus die ausgebauten Abschnitte wieder in einen naturnahen Zustand überführt werden. Außerdem sollte die Durchgängigkeit des Fließgewässers durch die Beseitigung von Wehren oder durch den Einbau von Fischpässen wieder hergestellt werden. Dies sind auch wichtige Ziele der Wasserrahmenrichtlinie.




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